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Wine

und PlayOnLinux

Wine ermöglicht die Installation von Software, die nur unter Windows funktioniert (üblicherweise das Office-Paket). Die Installation von solcher Software erfolgt in einem Home-Ordner (.wine oder .PlayOnLinux) und dieser Ordner kann dadurch schnell massiv groß werden. PlayOnLinux ist ein Frontend zu Wine, das mit Hilfe einer GUI und Datenbank die Installation mancher Windows-Programme vereinfachen soll. Ebenfalls kann man mit dem Tool → Winetricks verschiedene Workarounds installieren, um Windows-Programme zu überreden unter wine zu funktionieren.

siehe auch → Ubuntu und wine
Wine hat eine → Anwendungsdatenbank

Leider unterstützen die Wine-Entwickler keine Multi-User Verwendung von Wine - und das ist relativ problematisch bei einem Linuxmuster-Client, da das Musterprofil von linuxadmin bei der Anmeldung kopiert wird.

Z.B. benötigt die Installation von dem MS-Office-Paket 500MB, d.h., es müssen 500MB pro User bei der Anmeldung kopiert werden.

Lösungsansätze gegen den großen Speicherplatzbedarf

Der größte Brocken von Wine stellt das „Wine drive C“ dar, in der Grundinstallation ca. 440 MB. Dieses sollte deshalb nicht beim Default-User linuxadmin liegen, sondern ausgelagert werden. Zusätzlich kann man noch Programme statt am Client am Server installieren, um das Client-Image klein zu halten.

Varianten:

  1. Wine-Drive C: „wine_c“ nach /home/wine verschieben, alle User haben Zugriff darauf (einfach) → Anleitung
  2. Wine-Drive C: „wine_c“ auf eigene Partition ablegen (aufwändig) → Anleitung
  3. komplette Wine-Umgebung „/.wine“ nach /opt/wine verschieben, alle User haben Zugriff, ggf. Scripte zum Syncen
  4. Wine komplett nach /home/wine verschieben und durch den linuxmuster-client die Links, Dateizuordnung und Rechte beim login setzen lassen (nach Thomas Schröder) → Anleitung

Erfahrungsberichte zu verschiedenen Programmen


Standard-Struktur von Wine

Im Home jeden Users gibt es das „.wine“-Verzeichnis:

  .wine/
        dosdevices/
                   ~c:     ->  drive_c
                   ~d:     ->  CD-ROM
                   ~z:     ->  /
        drive_c/
                Program Files/
                users/
                windows/
        system.reg
        user.reg
        userdef.reg

Unter „dosdevices“ liegen dabei symbolische Links auf Verzeichnisse unter Ubuntu.
Unter „drive_c“ (ab ca. 300 MB) liegt die normale Dateistruktur von Windows.

Fehlerbehebungen

Wenn ein Windows-Programm nicht startet, sollte man es in der Konsole per „wine <PROGRAMM>“ starten, dann erhält man erweiterte Fehlermeldungen, z.B.:

wine "/home/wine.drive_c/Program Files/IrfanView/i_view32.exe"

Manche Probleme entstehen durch die verschachtelte Verzeichnisstruktur - nämlich einer kompletten Windows-Struktur die in einer Linux-Struktur eingebettet ist. Ein User hat dadurch zwei home-Verzeichnisse.

  • Hilfreiches Tool für die Installation von Workarounds (z.B. bei DLL-Problemen) → winetricks
  • „mfc42.dll fehlt“: mit winetricks als linuxadmin im Terminal, installiert die DLL mit dem Visual C++-Package von Microsoft:
    winetricks mfc42
  • Temporäre Verzeichnisse korrekt setzen, siehe → Haack Weltatlas
  • Grafische Elemente fehlen, „gdiplus … not implemented“, siehe → Klett Mathetrainer
  • Fonts fehlen: TTF-Fonts kopieren nach /home/linuxadmin/.fonts/truetype/*.ttf
  • User-Registry-Pfade/Verzeichnisse sind falsch, siehe → Irfanview Portable
  • Programme können Laufzeitinformationen nicht speichern → Zugriffsprobleme auf drive_c
  • Starter funktionieren nicht → Starter anpassen
  • Programm/wine startet erstmalig (z.B. nach sync) mit großer Verzögerung → Fontconfig
  • Programm (scratch2 z.B.) zeigt nur weiß an im Fenster an → es fehlt "Meine Dokumente"-Link

Hardwarezugriff

Wine steuert die Hardware nicht selbst an, sondern nutzt die Linux-Modul-Treiber. Somit kann man unter Wine auch keine speziellen Windows-Treiber benutzen.

Sound und Netzwerkzugriff funktionieren üblicherweise problemlos, da wine die Windows-API-Aufrufe auf die Linux-API direkt umsetzt. Zusätzliche Treiber sind nicht notwendig.

Unter dosdevices kann man weitere symbolische Links von „/dev/…“ auf parallele, serielle und USB-Schnittstellen ablegen. Siehe z.B. → http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1523814

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